Geschäftsmodell Energieversorgung

Projektlaufzeit: 01.12.2012 – 30.11.2015

Projektpartner: Stadtwerke Leipzig, Universität Leipzig und HTWK Leipzig

Im Rahmen des Schaufensters Bayern-Sachsen „Elektromobilität verbindet“ bearbeitet das Fraunhofer MOEZ das Teilvorhaben „Geschäftsmodellentwicklung“ des Verbundprojekts „Laternenparken und Geschäftsmodell Energieversorgung“. Das Ziel dieses Teilvorhabens besteht in der methodischen Entwicklung und Implementierung eines Geschäftsmodells für die Energieversorgung im Kontext der Elektromobilität.

Um den durch die Elektromobilität entstehenden Absatzmarkt profitabel bedienen zu können, ist oftmals eine Neuentwicklung bzw. -ausrichtung der Geschäftsmodelle von Energieversorgungsunternehmen notwendig. Durch den Einsatz einer geeigneten Methodologie bei der systematischen Entwicklung können in dem Geschäftsmodell vielfältige Einflüsse und Anforderungen berücksichtigt werden.

Damit das erarbeitete Geschäftsmodell langfristig Bestand hat, werden Zukunfts-trends antizipiert, die ausschlaggebend für den Erfolg eines Unternehmens sein können. Aus diesem Grund basiert der Entwicklungsprozess nicht nur auf der Analyse der Wertschöpfungsketten, sondern auch auf der Untersuchung möglicher Szenarien im Bereich der Elektromobilität. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf zukünftigen Technologie- und Infrastrukturveränderungen.

Im Rahmen des Projekts wird Elektromobilität als ein komplexes System in der automobilen Wertschöpfungskette verstanden, in dem das Verhalten der einzelnen Akteure das Gesamtsystem maßgeblich beeinflussen kann. Anhand einer Analyse der Interaktionen zwischen diesen Akteuren und ihrer Rolle im System werden unterschiedliche Geschäftsmodell-Szenarien erarbeitet, von denen dasjenige mit der größten Aussicht auf Erfolg ausgewählt wird. Die Implementierung des Geschäftsmodells erfolgt dann in enger Zusammenarbeit mit den Konsortialpartnern Stadtwerke Leipzig, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig und Universität Leipzig.

Derzeit analysiert das Team des Fraunhofer MOEZ im ersten Arbeitspaket aktuelle Technologie- und Infrastrukturentwicklungen. Zu diesem Zweck befragen die Wissenschaftler des Instituts im Rahmen einer sog. Delphi-Studie in zwei Runden Experten aus der Wirtschaft zu den Schlüsselthemen im Bereich der Elektromobilität. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen dazu, Szenarien für die Entwicklung der elektromobilen Wertschöpfungskette zu erstellen und die damit verbundenen zukunftsrelevanten Anforderungen an die Energieversorgungsunternehmen besser vorhersagen zu können. Die Ergebnisse finden dann in der konkreten Ausgestaltung der Geschäftsmodelle entsprechende Berücksichtigung.