Erfolgreicher Testlauf im Krankenhaus: Forscherteam untersucht nutzerorientierte Gestaltung von Assistenzrobotern

Wenn Roboter Menschen in Zukunft im Alltag assistieren sollen, benötigen sie grundlegende Fähigkeiten der Interaktion. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt ASARob (Aufmerksamkeits-Sensitiver Assistenzroboter) soll genau das ermöglichen. Der Roboter soll lernen, zwischenmenschlich sensibel zu agieren. Solche Assistenzroboter werden in Zukunft unter anderem in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen benötigt.

Dr. Marija Radić, Leiterin der Gruppe Preis- und Dienstleistungsmanagement am Fraunhofer IMW, und Dr. Sebastian Haugk untersuchen in dem Projekt die Bedürfnisse und Zahlungsbereitschaft potenzieller Anwender, um frühzeitig eine Marktorientierung der Serviceroboter sicherzustellen. Am 13. Dezember 2017 testeten sie im Helios Park-Klinikum Leipzig mit dem Projektteam und Experten von GeriNet Leipzig, wie der Serviceroboter den Klinikalltag konkret unterstützen kann. Er soll zum Beispiel Patienten oder Besucher an ihren Zielort im Klinikum führen. Die Testläufe wurden auch von Patienten, Angehörigen und dem Klinikpersonal beobachtet: »Die Resonanz war durchweg positiv. Die Patienten haben versucht, den Roboter anzusprechen und dem Team Fragen zu den Fähigkeiten des Roboters gestellt.« erzählt Dr. Haugk.

ASARob läuft noch bis 2020. An dem Verbundprojekt sind neben dem Fraunhofer IMW auch das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB), das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), sowie die Universität Bremen, mojin Robotics und die SemVox GmbH beteiligt.