Umwelt und Nachhaltigkeit – neu denken und bewerten

Das Fraunhofer IMW kooperiert seit 2009 eng mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und begleitet die Stiftung wissenschaftlich und koordinativ bei der Initiierung, Bewertung und Durchführung ihrer internationalen Fördervorhaben.

Ähnlich dem IMW hat die DBU in den letzten drei Jahren einen intensiven Prozess der Neuausrichtung durchlaufen – nach einer umfangreichen Evaluierung arbeitet die Bundesumweltstiftung nun stark interdisziplinär auf der Basis neuer Leitlinien, die an die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse über planetare Belastungsgrenzen als auch an die von den Vereinten Nationen beschlossenen 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 anknüpfen.

Dies hat Auswirkungen auf die Arbeit der DBU-Sonderbeauftragten für Mittel- und Osteuropa, Claudia Domel, die der Gruppe Innovationsfinanzierung als wissenschaftliche Mitarbeiterin angehört. Nun gilt es, entsprechend der vier identifizierten zentralen Handlungsfelder – Klimawandel, Biodiversitätsverlust, knappe Ressourcen und schädliche Emissionen – und auf Grundlage der 13 neu aufgestellten Förderbereiche der DBU entsprechende Problemlagen in den mittelost- und südosteuropäischen Zielländern zu analysieren, Innovationspotentiale einzuschätzen und Akteure zu mobilisieren. Vor allem kleine und mittlere Betriebe sollen in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen befähigt werden, durch eine Anschubfinanzierung neue Technologien zu entwickeln, die signifikant zur Umweltentlastung beitragen.

Im Fokus der Arbeit der DBU-Sonderbeauftragten für Mittel- und Osteuropa stehen demnach technologische Ansätze, aber ebenso die Ausbildung von Experten und Multiplikatoren oder Initiativen zur Erhöhung der Bürgerbeteiligung an relevanten Prozessen und damit zur Erhöhung des Umweltbewusstseins und -handelns.