crowdFANding – Erfolgsfaktoren für Crowdfunding im Sport

Übersicht der Ergebnisse der crowdFANding-Kampagne

Ausgangslage

Crowdfunding („Schwarmfinanzierung“) entwickelt sich seit einigen Jahren zu einer erfolgreichen Finanzierungsalternative für Kreative, Künstler, Jungunternehmen, als auch Film- oder Immobilienprojekte. Im Sport, insbesondere dem Fußball und seinen Fans, ist die alternative Beteiligungsform noch ein junges Finanzierungsinstrument. Dabei bietet gerade der Fußball durch seine engagierte, international gut vernetzte (Fan-)Gemeinschaft exzellente Voraussetzungen für den Erfolg passgenauer Crowdfunding-Kampagnen.

Ziele

Im Auftrag der Bürgerinitiative Unser Stadion Jena e.V. begleiten die Finanzierungsexperten am Leipziger Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie das Vorhaben bei der Konzeption und Umsetzung der Kampagne wissenschaftlich. Sie analysieren relevante Erfolgsbeispiele ähnlicher nationaler und internationaler Kampagnen, moderieren den Projektverlauf und wollen passgenaue, wissenschaftlich fundierte Erfolgsfaktoren für Crowdfunding im Sport ableiten.

 

Die technische Infrastruktur zur Umsetzung der Kampagne haben die Fraunhofer-Forscher mit der Innovation Service Network GmbH, einem führenden Innovationsdienstleister aus Österreich und Herrn Dr. Willfort, Mitgründer und Vorstand des European Crowdfunding Network, entwickelt. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung werden durch Publikationen, Konferenzbeiträge und eine Project Summary an die Bürgerinitiative veröffentlicht.

Die Kampagne lief bis zum 15. Oktober um 19:03 Uhr unter: www.crowdfanding.net

Preisverleihung beim Thüringer Innovationspreis in der Neuen Weimarhalle Moderatorin Stephanie Müller-Spirra befragt die Publikumspreisträger Toni Schley und Robin Bürger (von links) vom Projekt crowdFANding.

"Aus einer kleinen "gesponnenen" Idee wurde das wohl größte Projekt der bisherigen deutschen Fankulturgeschichte. Wir sind sehr dankbar und hoffen auf geniale, nachhaltige und sinnstiftende Folgeprojekte für crowdFANding!"

 

Toni Schley, Projektkoordinator crowdFANding

Weitere Informationen

Poster Research Day 2017

crowdFANding als aktives Beteiligungs-instrument im Sport

Interview mit Dr. Robin Bürger zum Thema „crowdFANding – Südkurve bleibt!“

Presseschau zum Projekt „crowdFANding – Südkurve bleibt!“

Erfolgsfaktoren für Crowdfunding im Sport - Wissenschaftliche Begleitung der Leipziger Fraunhofer-Forscher

 

Thüringer Innovationspreis 2016: Fraunhofer-Projekt „crowdFANding“ gewinnt Publikumspreis

Das Projekt „crowdFANding“ hat den Publikumspreis des 19. Thüringer Innovationspreises 2016 gewonnen. Das von der Gruppe Innovationsfinanzierung des Fraunhofer IMW in Leipzig wissenschaftlich begleitete Pilotprojekt konnte sich in der Online-Abstimmung mit über 1.200 Stimmen durchsetzen.

Am vergangenen Mittwoch (23.11.2016) nahmen Projektkoordinator Toni Schley und Gruppenleiter Dr. Robin Bürger die Auszeichnung aus den Händen von Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee entgegen.

Hinter „crowdFANding“ steckt ein innovatives Finanzierungsinstrument, mit dem die Bürgerinitiative UNSER STADION JENA e.V. bei der Kampagne zum Erhalt der Südkurve im FC Carl Zeiss Jena unterstützt werden konnte und das künftig für weitere Fanprojekte angewendet werden kann. Dank des international ausgerichteten Kampagnenkonzeptes wurden knapp 155.000 Euro von über 2.000 Unterstützern aus 35 Ländern gesammelt.

„Wir freuen uns über die Bestätigung, die wir durch den Innovationspreis erfahren haben“, so Dr. Robin Bürger. „Mit dieser zusätzlichen Motivation ausgestattet, widmen wir uns der wissenschaftlichen Auswertung des Pilotprojekts und freuen uns auf das Nachfolgeprojekt crowdFANding 2. “

Der Thüringer Innovationspreis wird jährlich von der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen an Innovatoren aus der Region verliehen. Eine Jury prämiert die Gewinner in den Kategorien „Tradition & Zukunft“, „Industrie & Material“, „Digitales & Medien“, „Licht & Leben“ und „Junge Unternehmen“. Außerdem werden der Ernst-Abbe-Preis für innovatives Unternehmertum und der Publikumspreis verliehen.

Aktuelles

© Foto Ostthüringer Zeitung/Tino Zippel

Preisverleihung beim Thüringer Innovationspreis in der Neuen Weimarhalle Gruppenbild aller Preisträger und Nominierten.

© Foto Ostthüringer Zeitung/Tino Zippel

Preisverleihung beim Thüringer Innovationspreis in der Neuen Weimarhalle Moderatorin Stephanie Müller-Spirra befragt die Publikumspreisträger Toni Schley und Robin Bürger (von links) vom Projekt crowdFANding.

© Foto Ostthüringer Zeitung/Tino Zippel

Preisverleihung beim Thüringer Innovationspreis in der Neuen Weimarhalle Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee übergibt den Publikumspreis an Toni Schley und Robin Bürger (von links) vom Projekt Crowdfanding.

Thüringer Innovationspreis 2016: Fraunhofer-Projekt „crowdFANding“ gewinnt Publikumspreis

 

Das Projekt „crowdFANding“ hat den Publikumspreis des 19. Thüringer Innovationspreises 2016 gewonnen. Das von der Gruppe Innovationsfinanzierung des Fraunhofer-Zentrums für Internationales Management und Wissensökonomie IMW in Leipzig wissenschaftlich begleitete Pilotprojekt konnte sich in der Online-Abstimmung mit über 1.200 Stimmen durchsetzen. Am vergangenen Mittwoch (23.11.2016) nahmen Projektkoordinator Toni Schley und Gruppenleiter Dr. Robin Bürger die Auszeichnung aus den Händen von Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee entgegen.

Hinter „crowdFANding“ steckt ein innovatives Finanzierungsinstrument, mit dem die Bürgerinitiative UNSER STADION JENA e.V. bei der Kampagne zum Erhalt der Südkurve im FC Carl Zeiss Jena unterstützt werden konnte und das künftig für weitere Fanprojekte angewendet werden kann. Dank des international ausgerichteten Kampagnenkonzeptes wurden knapp 155.000 Euro von über 2.000 Unterstützern aus 35 Ländern gesammelt.

„Wir freuen uns über die Bestätigung, die wir durch den Innovationspreis erfahren haben“, so Dr. Robin Bürger. „Mit dieser zusätzlichen Motivation ausgestattet, widmen wir uns der wissenschaftlichen Auswertung des Pilotprojekts und freuen uns auf das Nachfolgeprojekt crowdFANding 2. “

Der Thüringer Innovationspreis wird jährlich von der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen an Innovatoren aus der Region verliehen. Eine Jury prämiert die Gewinner in den Kategorien „Tradition & Zukunft“, „Industrie & Material“, „Digitales & Medien“, „Licht & Leben“ und „Junge Unternehmen“. Außerdem werden der Ernst-Abbe-Preis für innovatives Unternehmertum und der Publikumspreis verliehen.

 

Mehr über das Projekt „crowdFANding“ finden Sie auf der Projektseite und unter www.crowdfanding.net

Alle Informationen zum Thüringer Innovationspreis finden Sie unter www.innovationspreis-thueringen.de

Der Ball rollt weiter – crowdFANding international

Seit Start des Projekts „crowdFANding“ am 6. Juni steigt der Zuspruch für das Projektvorhaben. Unterstützung aus aktuell 23 verschiedenen Ländern konnte bereits gesichert werden. Mehr als 1.250 Supporter trugen dazu bei, kürzlich die Marke von 100.000 Euro zu durchbrechen. Damit ist crowdFANding mittlerweile mehr als ein regionales Projekt.

Australien, Brasilien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Hongkong, Italien, Japan, Malaysia, Luxemburg, Neuseeland, Norwegen, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Singapur, Slowakei, Spanien, Türkei, Ungarn, Wales und natürlich Deutschland – aus diesen Ländern kommen die Unterstützer. Neue Etappenziele sind bereits gesteckt und wir freuen uns darauf, bald Land Nummer 25 an Bord begrüßen zu dürfen.

Zum Start von Olympia arbeiten wir gezielt daran, die Kampagne international noch stärker aufzustellen und viele weitere Unterstützer zu erreichen. Angesichts des bisherigen Erfolges und der zahlreichen Ideen erschien eine Beendigung des Fundingzeitraums am 15. August als zu früh. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Potentiale wurde eine einmalige Verlängerung der Laufzeit des Projekts bis zum 15. September beschlossen. Getreu dem olympischen Prinzip „Dabei sein ist alles“ streben wir in den verbleibenden Tagen eine noch breitere Unterstützung an.

Für diese und die nächste Generation an Fußball-Fans möchten die Aktiven des FC Carl Zeiss Jena den Neubau des Fußballstadions am Ernst-Abbe-Sportfeld mitgestalten, damit die SÜDKURVE – seit Langem der Platz der aktiven FCC-Fans – erhalten bleiben kann. Die „Südkurve“ hat für die örtliche Fanszene als Sozialraum einen außerordentlich hohen Stellenwert und stellt einen besonderen Identifikationsfaktor dar […] eine Neufindung und -strukturierung wäre der angestrebten Verbesserung von Stadionsicherheit eher abträglich“, bekräftigt auch der
Sportsoziologe Prof. h.c. Dr. Gunter A. Pilz im gestrigen Gespräch.

Die Idee hinter crowdFANding

Vor dem Hintergrund der kürzlich in Frankreich stattgefundenen Fußball-Europameisterschaft
begleiten wir Ökonomen von Fraunhofer die international angelegte Crowdfunding-Kampagne „crowdFANding – Südkurve bleibt!“ aus wissenschaftlicher Perspektive mit dem Ziel, Erfolgsfaktoren für Crowdfunding-Kampagnen, insbesondere im Bereich Sport, auf den Grund zu gehen. Crowdfunding oder auch „Schwarmfinanzierung“ entwickelt sich zu einer erfolgreichen Finanzierungsalternative, welche den ebenso gelebten Gemeinschafts- und Teamgedanken im Fußball hervorhebt. Nicht zuletzt zeichnet das die Besonderheit des Projekts aus, indem Menschen unterschiedlicher Herkunft und Schicht mit und in Subkulturen zusammenarbeiten. Genau diese Mischung bereichert crowdFANding mit immer neuen Ideen.

Unter dem Motto „Eine Stimme ist leise – zu Hunderten wird es laut – zu Tausenden
unüberhörbar“, gibt die Bürgerinitiative Unser Stadion Jena e.V. gemeinsam mit den
Finanzierungsexperten des Fraunhofer-Zentrums für Internationales Management und
Wissensökonomie den Fans und Förderern des FC Carl Zeiss Jena eine innovative
Finanzierungsmethode an die Hand, damit die SÜDKURVE als Heimblock und Platz für die
Unterstützung der Mannschaft durch die aktiven FCC-Fans erhalten bleiben kann.