EPVI – Energetische Prozessoptimierung in der verarbeitenden Industrie

Laufzeit: 05/2012 bis 10/2014

Die auf höchster politischer Ebene forcierte Energiewende erfordert eine massive Steigerung der Energieeffizienz, nicht nur in den privaten Haushalten, sondern insbesondere auch in der verarbeitenden Industrie. Die DIN 16001 ist für diese Entwicklung ein wichtiger Baustein. Durch die Einführung von Energiemanagementsystemen (EnMS) wird in den Unternehmen ein aktives Bewusstsein für Energieverbräuche und deren Optimierung geschaffen.
Das Projekt EPVI (Energetische Prozessoptimierung in der verarbeitenden Industrie) basiert auf der Erkenntnis, dass zur konsequenten Umsetzung der DIN 16001 in der energieintensiven, verarbeitenden Industrie die Erfassung und Überwachung der energetischen Verbrauchs- und Leistungswerte auf individueller Produkt- und Prozessebene notwendig ist. Ein textilverarbeitendes Unternehmen muss zum Beispiel in der Lage sein, den tatsächlichen Energiebedarf für das vierfarbige Bedrucken von einem Kilometer Baumwollstoff zu nennen. Die derzeitig am Markt verfügbaren Systeme des Fertigungsmanagements sind hierzu nicht in der Lage.

In dem Projekt EPVI werden die technologischen Grundlagen für diese Transparenz geschaffen. EPVI wird von der ccc software gmbH geleitet, das Fraunhofer IMW ist als Projektpartner beteiligt. Gemeinsam mit Praxispartnern aus der Stahl- und Textilindustrie werden die erreichten Einsparungspotenziale evaluiert. Das Projekt wird durch die Forschungsförderung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst sowie durch Eigenbeiträge der beteiligten Partner finanziert.