Fraunhofer Leitprojekt E³-Produktion: Zukunftsworkshop zu vernetzter Produktion

© Foto Fraunhofer IMW

Trafen sich zum Zukunftsworkshop in Leipzig: Dr. Steffen Preissler (Fraunhofer IMW), Christian Manteufel (BMW), Annamaria Riemer (Fraunhofer IMW), Dr. Elmar Schüll (Fachhochschule Salzburg), Dr. Mayra Bezerra Hartmann (Fraunhofer IMW), Dr. Dominik Hartmann (Fraunhofer IMW, Universität Leipzig), Marina Thuns (Fraunhofer IMW), Dr. Peter Pawlicki (IG Metall) und Prof. Dr. Alexander Stahr (HTWK Leipzig)

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Arbeit in Kleingruppen (v.l.n.r.): Lars Fassmann (Chemmedia AG), Dr. Peter Pawlicki (IG Metall), Annamaria Riemer (Fraunhofer IMW), Dr. Elmar Schüll (Fachhochschule Salzburg), Dr. Dominik Hartmann

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Arbeit in Kleingruppen (v.l.n.r.): Christian Manteufel (BMW), Dr. Steffen Preissler (Fraunhofer IMW), Prof. Dr. Alexander Stahr (HTWK Leipzig), Irina Palade (Rodhe und Schwarz)

Fraunhofer-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter aus 13 Instituten forschen im Leitprojekt E³-Produktion der Fraunhofer-Gesellschaft interdisziplinär an der Entwicklung neuer Technologien und Prozesse für die intelligente, emissionsneutrale und ressourcensparende Produktionsstätte der Zukunft. Am 9. März 2017 lud das Fraunhofer IMW ausgewählte Experten von der IG Metall, BMW, Rhode und Schwarz, Chemmedia AG, der HTWK und der Universität Leipzig zu einem Scenario Thinking Workshop nach Leipzig ein.

Dr. Mayra Bezerra Hartmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Wissens- und Technologietransfer, präsentierte zunächst die normative Vision für die vernetzte E³-Fabrik im Jahr 2030. Im Anschluss daran identifizierten die Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer wichtige Eckpunkte, um diese Vision zu verwirklichen. In Kleingruppen entwarfen sie zu jedem dieser Schlüsselfaktoren zwei zukünftige Entwicklungen, eine wahrscheinliche und eine wünschenswerte. Diskutiert wurde zum Beispiel über die Beteiligung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in einem frühen Stadium des Innovationsprozesses. Als wahrscheinliche Entwicklung beschrieben die Experten eine Situation, in der ein Unternehmen diese frühe Einbeziehung entweder negiert, noch nicht die Fähigkeit besitzt, interdisziplinäre Teams zu führen, oder sich in einem partizipativen Innovationsprozess mit zwischenmenschlichen Widerständen konfrontiert sieht. Als Idealvariante arbeiteten sie ein Bild aus, in dem der partizipative Innovationsprozess im Unternehmen einen Rahmen ermöglicht, in dem sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu lebenslangem Lernen motiviert fühlen.

Der Workshop schloss mit zwei zentralen Erkenntnissen: In der Industrie hängt der Erfolg des Forschungsvorhabens und der intelligenten Fabrik maßgeblich von der Kommunikationsstrategie ab, die an den Werten ausgewählter produzierender Unternehmen auszurichten ist. In der Gesellschaft gründen der Erfolg und die Akzeptanz der E³-Fabrik auf der zielgerichteten Aus- und Weiterbildung von Studierenden und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Zwar ist die erste Phase des Leitprojekts Ende April 2017 abgeschlossen – dennoch geht die Arbeit weiter. Das Leipziger Forscherteam um Dr. Nizar Abdelkafi und Marina Thuns von der Gruppe Geschäftsmodelle: Engineering und Innovation und Dr. Mayra Bezerra Hartmann von der Abteilung Wissens- und Technologietransfer überführen die gesammelten Erkenntnisse und Methoden aus allen Arbeitspaketen des Leitprojekts derzeit in ein Working Paper zum Wissenstransfer innerhalb des Leitprojekts, der Industrie und Scientific Community.