Folgeprojekt zum Berufsbildungsexport

Metaprojekt zum BMBF-Förderschwerpunkt „Berufsbildungsexport durch deutsche Anbieter“ geht in die zweite Phase

Seit 2008 unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Erforschung und Entwicklung innovativer Exportansätze für bedarfsgerechte Aus- und Weiterbildungsdienstleistungen. Der BMBF-Förderschwerpunkt „Berufsbildungsexport durch deutsche Anbieter“ treibt dabei die Förderung von Verbundprojekten zum Export beruflicher Bildungsdienstleistungen voran. Ziel ist es, einen Beitrag zur sukzessiven Entfaltung des Exportpotenzials im Bereich beruflicher Bildung und zur nachhaltigen Etablierung deutscher Berufsbildungsangebote in wirtschaftlich aufstrebenden Zielregionen zu leisten.

Seit Juni 2011 unterstützt das Fraunhofer MOEZ das Metaprojekt „Treibende und Hemmende Faktoren des Berufsbildungsexports“, das durch den genannten BMBF-Förderschwerpunkt getragen wird. In der Pilotphase des Metaprojekts (Juni 2011 bis Mai 2012) hat das Institut wesentliche Themenkomplexe, wie z.B. Kooperationsformen im In- und Ausland und Demonstrations- und Visualisierungsformen für den deutschen Berufsbildungsexport, empirisch erfasst. Seit November 2012 befindet sich das Metaprojekt nun in seiner Hauptphase und ergänzt diese Vorarbeiten um eine stark betriebswirtschaftliche Perspektive. Zentrales Ziel des Metaprojekts ist es, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zum Export beruflicher Bildungsdienstleistungen auf einer Meta-Ebene zu generieren, praxisorientiert aufzubereiten und an exportorientierte Berufsbildungsdienstleister in Deutschland weiterzugeben. Im Fokus stehen dabei die Analyse empirisch beobachtbarer Geschäftsmodelle sowie der zugrundeliegenden Prozesse. Darüber hinaus leistet das Fraunhofer MOEZ über themenbezogene Workshops und Konferenzen einen wichtigen Beitrag zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung zwischen den relevanten Akteuren.

Hintergrund

Die deutsche duale Berufsausbildung wird weltweit in mehrfacher Hinsicht als Erfolgsmodell betrachtet. Die Verknüpfung solider theoretischer Grundlagen mit hochwertiger praktischer Ausbildung, wie Deutschland sie anbietet, ist eine wichtige Voraussetzung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Dies wird zunehmend auch im Ausland wahrgenommen und führt insbesondere an den globalen Wachstumsmärkten zu einer steigenden Nachfrage nach deutscher Berufsbildung. Trotz dieser positiven Ausgangssituation stellt der Export deutscher Berufsbildungsdienstleistungen die Anbieter der Branche, oftmals kleine und mittelständische Unternehmen, bislang vor enorme Herausforderungen.