Schlüsseltechnologien und technologische Zukunftsfelder in den neuen Bundesländern: Bestandsaufnahme und Potenziale

Motivation

Der technologische Wandel und die durch Innovationen hervorgebrachte Wertschöpfung sind als wichtigste Wachstumsquellen für reifere Volkswirtschaften anzusehen. Schlüsseltechnologien beschleunigen und prägen entscheidend diesen Wandel, indem sie die Grundlage für zahlreiche Applikationen in unterschiedlichen Anwendungsfeldern bereitstellen. Folglich stellen Veränderungen im Bereich der Schlüsseltechnologien bedeutende Herausforderungen für Volkswirtschaften dar. Fortschrittliche Technologien – von neuen Antriebstechnologien im Fahrzeugbau über strategisch wichtige Technologien, die nahezu alle Produktions- und Lebensbereiche durchdringen, wie das Internet of Things bis hin zu disruptiven Forschungsfeldern wie der Quantentechnologie – prädefinieren die Veränderungen in nahezu allen gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Bereichen. Daher können Schlüsseltechnologien langfristige Wachstumszyklen einleiten und Entwicklungspfade in den neuen Bundesländern über Jahrzehnte prägen. 

 

Projektziele

Folgende Zielsetzungen können für die Analyse des Schlüsseltechnologiepotenzials in den neuen Bundesländern gesetzt werden:

  1. Technologiepotentiale erkennen, um endogene Stärken weiterzuentwickeln.
  2. Mögliche Gestaltungsvarianten erkennen und diskutieren, um neue Perspektiven für Prozesse der Spezialisierung, von Cross und Open Innovation aufzuzeigen.
  3. Zukunftsorientierte Politikoptionen zu benennen, um schlüssig und abgestimmt prospektive Technologien als Grundlage einer verbesserten Wertschöpfung zu fördern.

 

Unsere Leistungen

Das Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW übernimmt die Erarbeitung und Erstellung von qualitativ hochwertigen Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträgerinnen und -trägern der neuen Bundesländer und des Bundes, um die Entwicklung von Schlüsseltechnologien voranzutreiben. Dabei werden zunächst mit Hilfe einer Metaanalyse bestehende Fördermaßnahmen evaluiert und auf Förderhemmnisse im Bereich Technologie und Innovation untersucht. Anschließend werden mit Hilfe von Sekundärdaten (Eurostat, OECD) Best-Practice Regionen, basierend auf ähnlichen soziodemographischen Merkmalen zu den neuen Bundesländern, gesucht, um so erfolgreiche politische Handlungsempfehlungen abzuleiten. Abschließend werden die erarbeiteten Handlungsempfehlungen in einem Experten-Hearing präsentiert und somit kritisch beleuchtet. Dies dient mit Blick auf den Abschlussbericht dazu, dass ausschließlich realisierbare Handlungsempfehlungen gegeben werden. Das Experten-Hearing Team besteht dabei aus Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wissenschaft von Landes- und Bundesebene.

 

Projektpartner

Prognos AG

 

Auftraggeber

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

 

Laufzeit

Juni 2021 - Januar 2022