Rückblick: Resilient-Dialog

Am 28. Juni 2022 fand die Veranstaltung RESILIENT-Dialog vor Ort statt. Am Unternehmensstandort des Gastgeberunternehmens Werkzeug-Eylert GmbH & Co. KG versammelten sich Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, um unsere Zusammenarbeit Revue passieren zu lassen und neugierig auf die nächsten Schritte bis zum Abschluss des Projekts im Dezember 2022 zu machen.

Die Veranstaltung war gefüllt mit Erfahrungsberichten aus ausgewählten Projekten, einem Unternehmensrundgang beim Gastgeberunternehmen und kurze Dialoge mit allen Teilnehmenden rund um das Thema einer resilienten, krisensicheren Wertschöpfung.

Schlaglichter

Dr. Steffen Preissler, Stellvertretender Institutsleiter am Fraunhofer IMW

»Die Wissenschaft ist in Kooperation mit Unternehmen heute stärker denn je aufgefordert Antworten zu liefern, die unmittelbar auf aktuelleHerausforderungen einzahlen. Das RESILIENT-Projekt beweist eindrücklich, wie das gelingen kann. Raus aus den Forschungseinrichtungen, rein in die Unternehmen. Diese gemeinsame Arbeit von Wissenschaft und Praxis ist es, die das Projekt auszeichnet. Ich freue mich, dass wir heute aus erster Hand erfahren, welche Ideen gemeinsam entwickelt und welche individuellen Lösungen umgesetzt wurden.«

Tom Schubert, Betriebsleiter/Prokurist bei Werkzeug-Eylert GmbH & Co. KG

»Das Pilotprojekt hat uns - als Werkzeuggroßhändler mit täglich engem Kundenkontakt - sehr geholfen zu verstehen, zu welchem Grad sich digital gestützte Lösungen für uns eignen, um unsere engen, meist freundschaftlichen oder familiären Kundenbeziehungen während der Covid-19-Pandemie in der gewohnten Art aufrecht zu erhalten (und pandemieunabhängig intensivieren zu können). Für unsere Hausmesse, die seit über 20 Jahren stattfindende EYL-Messe, wollten wir bspw. angesichts des pandemiebedingten Hochs digitaler Messen auch für uns prüfen, inwieweit und zu welchem Preis diese Sinn ergeben. Wir brauchten das Konzept inkl. Umsetzungsvorschläge und Kostenschätzungen des Fraunhofer IMW, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können – am Ende gegen eine rein digitale Messe. Die Ausarbeitungen des Projektteams waren wichtige Basis für den Realitätscheck durch uns und werden uns künftig helfen, hybride Elemente bei unserer Messe und weiteren Events mitzudenken.«

Sandra Fiedler, Prokuristin und Ableitungsleiterin Parktechnik, MeWa Metallwaren- und Elektromaschinenbau GmbH

»Die Kolleginnen vom Fraunhofer IMW haben im RESILIENT-Projekt für die MeWa ein Strategietool und ein Prozessdesign zur Trend- und Risikoanalyse entwickelt. Bestandteile waren Schritte zum Scanning (Identifikation von Trends/Risiken unserer Unternehmensumwelt), Monitoring (Trends/Risiken intern durch unsere Mitarbeitende, also Kundenexperten, erfassen) und zum Measuring (Relevanzbewertung der Trends/Risiken für uns). Wir haben das Tool Ende Juni 2022 mit unseren Abteilungs- und Gruppenleitern konstruktiv diskutiert. Es ist ein idealer Zeitpunkt, schätzen wir doch den Einbruch der Baubranche und die sehr wahrscheinliche Rezession der deutschen Wirtschaft als indirekt umsatzbeeinflussenden Indikator für die Auftragslage der MEWA ein. Wir nutzen nun aktiv das Tool und entwickeln gemeinsam Ideen, um uns vorzubereiten bzw. besser aufzustellen.«

Dr. Jan Wabst, Geschäftsführer SEIWO Technik GmbH

»Die Corona-Krise hat uns gezeigt, dass wir trotz der Herausforderungen durch eine innovative Produktentwicklung (Protect.Cube) unsere Kernkompetenzen nutzen und unser Leistungsportfolio im Sinne der Diversifikation erweitern konnten. Jetzt zählt es, diesen Erfolg in einem langfristigen und resilienten Geschäftsmodell umzusetzen. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IMW haben wir uns darum der Thematik Equipment as a Service für unser Produkt Protect.Cube gewidmet. Mit Hilfe methodischer Ansätze ist es uns gelungen, unsere Kunden sowie deren Pains and Gains zu strukturieren und weitere Anwendungsszenarien zu identifizieren. Im Ergebnis konnten wir unser Werteversprechen schärfen und verschiedene Erlösmodelle im Sinne der wiederkehrenden Umsätze durchdenken.«

E.-F. Markus Henke, CEO PowerON GmbH, Co-Founder PowerON Ltd.

»Im RESILIENT-Projekt ging es darum, alternative Wertschöpfungs-Ökosysteme für unsere PowerON-Technologie zu modellieren, anhand derer wir unsere Marktposition, Wertversprechen und Chancen für die Kommerzialisierung und Skalierung diskutieren konnten. Ziel war es, vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie, sinnvolle und langfristig resiliente Positionierungen im Blick zu haben. Hierbei haben uns die Modelle und Strukturierungsansätze zur Marktpenetration und zum Strategie-Match des Projektteams sehr geholfen.«

William Springer, Account Manager, AktiVital GmbH

»Im Rahmen des RESILIENT-Projekts haben wir dem Projektteam Einblick zur Resilienz im produzierenden Gewerbe aus der Perspektive des Betrieblichen Gesundheitsmanagements und individuellen Resilienz geben können. Unsere produzierenden Kunden berichteten uns von vielen negativen Effekten der Covid-19-Krise auf ihre Geschäftslage. Wir als Dienstleister für BGM haben unsere Leistungen einerseits rasch ins Digitale übertragen müssen. Andererseits haben wir unseren Fokus v.a. auf die Top-3-Themen der Pandemie gelegt: Gesunde Führung, WIR-Gefühl und mentale Gesundheit.«