Fraunhofer-Verbund Innovationsforschung

Wandel verstehen – Zukunft gestalten

Als kompetenter Partner mit einer einzigartigen Verknüpfung von sozioökonomischer sowie soziotechnischer Forschung unterstützt der Fraunhofer-Verbund Innovationsforschung Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Durch die Gründung des neuen Verbunds möchte die Fraunhofer-Gesellschaft ihre Rolle auf dem Gebiet der Erforschung und Begleitung von Innovationssystemen und -prozessen und der sie flankierenden technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen weiter ausbauen.

In einem ersten großen Projekt begleitet der Verbund die neu gestartete Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD). In dieser Initiative fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) elf Fraunhofer- und zwei Leibniz-Institute mit rund 350 Millionen Euro, um technologische Fähigkeiten für zukunftsrelevante Themenfelder in einem gemeinsamen Technologiepool zusammenzuführen. Im Rahmen seiner sozio-techno-ökonomischen Begleitforschung unterstützt der Verbund das Großvorhaben beim Design und bei der Implementierung einer effizienten Organisationsform sowie einer geeigneten Forschungs- und Innovationsstrategie.

 

Sozioökonomische und soziotechnische Forschung vereint

Zum 1. Juli 2017 wurde der Fraunhofer-Verbund Innovationsforschung mit vier Forschungseinrichtungen gegründet. In ihren Kompetenzen ergänzen sich die Partner optimal, um einen ganzheitlichen Blick auf Innovationssysteme zu gewinnen: Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart bringt seine Expertise zur Systemoptimierung von Mensch, Organisation und Technik ein und betrachtet dabei insbesondere die Unternehmensebene. Die makroökonomische Ebene fokussiert das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe mit seinen Kompetenzen zur Gestaltung und Identifikation von Innovationssystemen. Das Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW in Leipzig adressiert die internationale Perspektive und steuert seine Expertise auf dem Gebiet der sozioökonomischen Forschung bei, während das Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT in Euskirchen den Schwerpunkt auf die Themen Technologievorausschau und -Analysen sowie strategische Forschungsplanung legt. Mit dem Fraunhofer IRB aus Stuttgart kommt nun ein Institut dazu, das unter anderem den Transfer und die Verwertung von Forschungsergebnissen.

Fraunhofer-Verbünde: gut vernetztes Know-how

In acht Fraunhofer-Verbünden organisieren sich fachlich verwandte Institute und treten gemeinsam am Markt für Forschung und Entwicklung auf. Die Verbünde wirken aktiv in der Unternehmenspolitik sowie bei der Umsetzung des bewährten Funktions- und Finanzierungsmodells der Fraunhofer-Gesellschaft mit. Das Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW ist an sieben dieser Netzwerke beteiligt.