Forschungsministerin Johanna Wanka besucht im Rahmen ihrer Sommerreisen die Medizinische Fakultät der Technischen Universität Dresden

Bundesforschungsministerin Wanka informiert sich bei Besuch der TU Dresden über Fraunhofer-Projekt einer digitalen Plattform für ältere Menschen mit Mehrfacherkrankungen

Die Leipziger Fraunhofer-Forscher unter Leitung von Dr. Marija Radic, Gruppenleiterin Preis- und Dienstleistungsmanagement des Fraunhofer IMW, haben Anfang August bei der Sommerreise von Bundesministerin Wanka, mit deren Besuch an der Technischen Universität Dresden die Gelegenheit, das Verbundprojekt ATMoSPHÄRE, das eine medizintechnische IT-Plattform entwickelt, um multimorbiden Patienten ein unabhängiges Leben zu ermöglichen, persönlich vorzustellen.

Bundesforschungsministerin Wanka lässt sich am 2. August 2016 am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus die digitale Plattform persönlich erläutern. Die Experten des Fraunhofer IMW (Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie) aus Leipzig nutzen gemeinsam mit allen beteiligten Projektpartnern den direkten Draht zur Bundespolitik, um die besondere Bedeutung des Projektes vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der zunehmend älter werdenden Gesellschaft hervorzuheben.

Mit der stetig steigenden Zahl älterer Menschen nehme die Anzahl von Menschen mit mehreren chronischen Erkrankungen zu. Die aktuellen Versorgungsstrukturen werden dem nur teilweise gerecht, da flächendeckende, integrative und regional übertragbare Lösungskonzepte fehlen. Das Projekt „ATMoSPHÄRE“ entwickelt, erprobt und evaluiert in Sachsen eine medizintechnische IT-Plattform, um diesen Menschen ein unabhängiges Leben zu ermöglichen. Ziel ist die Entwicklung eines ganzheitlichen Versorgungsansatzes, der medizinische, pflegerische und soziale Dienstleistungen aus der Region vernetzt und zukünftig deutschlandweit eingesetzt werden kann. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Die Leipziger Fraunhofer-Forscher widmen sich vornehmlich dem Aspekt der Nutzer- und Marktorientierung: „ATMoSPHÄRE“ wird sich nur dann nachhaltig etablieren, wenn die Bedürfnisse aller Anwender (Patienten und pflegende Angehörige, medizinische Versorger, Dienstleister) auf dem Gesundheitsmarkt berücksichtigt werden. Aufgabe des Teams ist eine umfassende Nutzeranalyse, die in ein patienten- und anwenderzentriertes Design der Dienstleistung übersetzt wird. Gemeinsam mit allen Projektpartnern soll dadurch auf Basis von Simulationen ein wirtschaftlich tragfähiges und übertragbares Erlösmodell entstehen.

Ansprechpartnerin:

Dr. Marija Radic