Professor Rosenfeld sieht positive Entwicklung der deutschen Forschungsförderung

Fraunhofer-Vorstand betont Relevanz von Innovationsforschung

© Foto Fraunhofer IMW

Professor Georg Rosenfeld (M.) im Gespräch mit IMW-Institutsleiter Professor Thorsten Posselt (l.) und Professor Thomas Lenk, Prorektor für Entwicklung und Transfer der Universität Leipzig (r.).

Der Stellenwert von Forschung in der deutschen Förderlandschaft hat zugenommen – dieses Fazit zog Professor Georg Rosenfeld, Vorstand Technologiemarketing und Geschäftsmodelle der Fraunhofer-Gesellschaft, während eines Gastvortrags mit dem Titel »Wissenschafts- und Innovationslandschaft in Deutschland« an der Universität Leipzig. Er bezog sich damit auf eine positive Entwicklung des Politikfelds Forschung und Entwicklung (FuE) in der Bundesrepublik Deutschland. Investiert wird vor allem in Sektoren wie Energieforschung und Luft-und Raumfahrt. Am 8. Dezember 2017 referierte Rosenfeld im Rahmen der »Services«-Vorlesung in Leipzig. Die Veranstaltung wird sowohl von Professor Thorsten Posselt, Institutsleiter des Fraunhofer IMW und Inhaber der Professur für Innovationsmanagement und Innovationsökonomie an der Universität Leipzig, als auch von Professor Dubravko Radic, stellvertretender Leiter der Gruppe Preis- und Dienstleistungsmanagement am Fraunhofer IMW und Lehrstuhlinhaber für Dienstleistungsmanagement an der Universität Leipzig, organisiert. 

Eine ungewöhnliche und besondere Stärke der deutschen Forschungsförderung sei vor allem der hohe Finanzierungsanteil der Wirtschaft, die rund zwei Drittel der gesamten Forschungsausgaben in der Bundesrepublik ausmachen, wie Rosenfeld betonte. Der habilitierte Physiko-Chemiker hob zudem die Relevanz der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Ausrichtung der Wissenschaftsorganisation hervor: Eine Besonderheit ist dabei die Gründung und Ausrichtung des Fraunhofer-Verbundes zur Innovationsforschung, an der Professor Thorsten Posselt maßgeblich beteiligt ist.

Aus diesem großen Anteil aus der Wirtschaft für FuE sei auch das bislang politisch diskutierte Instrument einer steuerlichen Absetzung von FuE-Förderung interessant, da dadurch »schnelle Innovationen« gefördert werden können, so Professor Rosenfeld. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) können davon profitieren. 

In seinem Fazit verwies Professor Rosenfeld auf die hohe Vielfalt an Akteuren im deutschen Forschungs- und Innovationssystem. Die Leistungsfähigkeit des hiesigen Systems sei außerdem durch den hohen Grad der Arbeitsteilung begründet. Nicht zuletzt hat die Politik die Ausgaben für Forschung und Entwicklung priorisiert, so dass Deutschland – wenn es auch noch nicht zur Spitzengruppe gehört – im internationalen Vergleich sehr gut abschneidet.

Seit 2015 ist Professor Georg Rosenfeld Direktor der Fraunhofer-Gesellschaft, am 1. April 2016 wurde er zum Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft berufen und war vorher bereits unter anderem für das Referat Forschungsplanung zuständig. Seine Venia legendi erhielt er für das Fach Physikalische Chemie an der Universität Bonn.

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Weiterführende Information / 8.12.2017

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