Paradigmenwechsel in industrieller Fertigung: Folgeprojekte zu AGENT-3D gestartet

Nach Expertenmeinung wird die additiv-generative Fertigung die Produktionstechnik der Zukunft revolutionieren. Mit der Herstellung von Bauteilen und Werkzeugen durch einen schichtweisen, dreidimensionalen Auftrag von Werkstoffen werden bisherige Grenzen der industriellen Produktion überwunden. Auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung haben sich im Jahr 2014 Forschungsinstitute und Unternehmen zu der Allianz „AGENT-3D“ zusammengeschlossen, um diese Technologie zur Schlüsseltechnologie Deutschlands weiterzuentwickeln. Die ersten Schritte sind getan. In der ersten Strategiephase erarbeiteten die Projektpartner erste wissenschaftliche, technische, organisatorische und ökonomische Grundlagen für eine Roadmap des Konsortiums.

„AGENT-3D_Basis“, das auf diese Strategiephase aufsetzt, baut nun eine Brücke zwischen dem laufenden Strategieprozess und den noch zu beantragenden Technologievorhaben. In dem Projekt untersuchen Leipziger Fraunhofer-Forscher unter der Leitung von Annamaria Riemer, stellv. Abteilungsleiterin für Wissens- und Technologietransfer, die gesellschaftspolitischen, volks- und betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen, unter denen die additiv-generative Fertigung in der industriellen Produktion erfolgreich implementiert werden kann. Wie kann die additiv-generative Fertigung klassische Herstellungsverfahren verändern und die industrielle Produktion der Zukunft aussehen? Seit März 2016 wird parallel dazu die Strategiephase des Konsortiums fortgeführt, um technisch machbare Zwischenziele für das Vorhaben zu definieren. Ein Leipziger Team um Marianne Polkau, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Wissens- und Technologietransfer, entwickelt hierfür die vorhandenen Marktstudien weiter und begleitet den Transfer der Forschungsergebnisse in die Fachcommunity.