Deutsch-schwedische Innovationspartnerschaft gestartet - Expertin des Fraunhofer IMW begleitet Auftakt in Schweden

Mikael Damberg, schwedischer Minister für Wirtschaft und Innovation, lud am 31. Januar 2017 deutsche und schwedische Unternehmer, Wissenschaftler und Politiker zu einem Round Table zur neuen Innovationspartnerschaft zwischen Schweden und Deutschland nach Stockholm ein. In seiner Eröffnungsrede würdigte Damberg die exzellenten bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern und stellte die Bereiche vor, in denen Deutschland und Schweden künftig stärker kooperieren wird: Mobilität, Industrie 4.0, Digitalisierung des Mittelstands und eHealth.

Marija Radic, Gruppenleiterin für Preis- und Dienstleistungsmanagement am Fraunhofer IMW, nahm als Fraunhofer-Expertin teil. Die promovierte Volkswirtin forscht seit mehreren Jahren zu den Schwerpunkten, insbesondere eHealth – zuletzt veröffentlichte sie in Zusammenarbeit mit den Leipziger Foren eine Studie zu Big Data im deutschen Krankenversicherungsmarkt. Für das Verbundprojekt ATMoSPHÄRE, das die Versorgung von älteren Menschen mit Mehrfach-Erkrankungen verbessern soll, erarbeitet sie mit ihrem Team am Fraunhofer-Zentrum in Leipzig tragfähige Erlösmodelle, ein kundenorientiertes Service Design und untersucht die Nutzerakzeptanz.

Die Innovationspartnerschaft, so Marija Radic, strebe einen „Wissensaustausch zu eHealth-Innovationen und der technischen Infrastruktur in beiden Ländern an, zum Beispiel zu Telemedizinlösungen wie ATMoSPHÄRE." Im Anschluss an den Round Table betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven, dass Schweden und Deutschland in den Bereichen Digitalisierung und Innovation bereits ambitioniert zusammenarbeiten. „Beide Länder messen der Innovation eine zentrale Bedeutung bei, diese Zusammenarbeit sollten wir stärken.“