Das Fraunhofer IMW blickt als Forschungsstandort in die Zukunft

Das Fraunhofer IMW blickt als Forschungsstandort in die Zukunft

© Stadt Leipzig

Alle zwei Jahre beteiligt sich das Institut an der in diesem Rhythmus stattfindenden Langen Nacht der Wissenschaften in Leipzig. Von Zukunftsforschung zu innovativer Musik, vom Arbeitsplatz der Zukunft zu Begleitforschung im Sport – große und kleine Gäste fanden am 22. Juni 2018 wieder viele spannende Themen.

Zukunftsmusik

Kann man beim Hören eines Musikstücks erraten, woher die Musikerinnen und Musiker kommen? Mit dieser Frage hat sich Dr. Benjamin Klement, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gruppe Innovationspolitik und Transferdesign, in seiner Dissertation beschäftigt. Musik-Fans durften an dieser Station anhand von Sound-Beispielen erraten, ob das gehörte Stück aus Nashville, Nordengland oder Berlin kommt. Hörproben neuer Musikstile mit so mysteriösen Namen wie Witch House oder Future Garage konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer versuchen, ihrem Genre korrekt zuzuordnen.

Wie wollen wir in Zukunft leben und arbeiten?

Um Zukunftsforschung ging es an der Station der Gruppe Professionalisierung von Wissenstransferprozessen. Interessierte Besucherinnen und Besucher luden die Wissenschaftlerinnen der Gruppe dazu ein, über aktuelle Trends aus der Zukunftsforschung zu diskutieren und ihre Vorstellungen zum Leben und Arbeiten in der Zukunft interaktiv zu Papier bringen.

Humanisierung der Arbeit

Die Gruppe Qualifizierungs- und Kompetenzmanagement beschäftigt sich mit dem menschlichen Wohlbefinden am Arbeitsplatz der Zukunft. Neugierige konnten einen »QuickCheck« zur Gesundheit am Arbeitsplatz machen oder einen Geschicklichkeitstest absolvieren, der auf den Inklusionsbedarf im Schul- oder Arbeitsalltag hinwies.

Bürgerforschung der Zukunft

Wie sich Bürgerinnen und Bürgern in die Fraunhofer-Forschung einbringen können, zeigt die Gruppe Stakeholderdialoge und gesellschaftliche Akzeptanz. Bei einer Mitmach-Aktion mit LEGO SERIOUS PLAY™ konnten Teilnehmende ihr Bild einer gelungenen Kooperation zwischen Bürgerinitiativen und Forschungsinstitutionen wie dem Fraunhofer IMW Gestalt verleihen.

Rund um Standards

Standards gelten mitunter als spröde, doch ohne Standards wären das tägliche Leben und der internationale Handel sehr viel umständlicher. Steckdosen, Dateiformate, Frachtcontainer – was ist alles standardisiert? Die Gruppe Preis- und Dienstleistungsmanagement und die Gruppe Geschäftsmodelle: Engineering und Innovation zeigten interessierten Besucherinnen und Besuchern an ihrer Station die Welt der Standards.

Crowdfunding gestaltet Zukunft

Die sportbegeisterten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Gruppe Innovationsfinanzierung präsentierten außerdem ihre Crowdfunding-Kampagnen für Sportvereine in Jena und Mainz, erklärten die Rolle der Begleitforschung in diesen Projekten und luden die Besucherinnen und Besucher zu einer Diskussion über das Potenzial von Crowdfunding ein. An den Tipp-Kick-Spielen konnten WM-Partien nachgespielt und in der crowdFANding Fußball-Lounge über die WM-Spiele des Abends diskutiert werden.

Zukunftsort kennenlernen

Um 20:30 Uhr führte zudem Institutsleiter Professor Posselt durch die Räumlichkeiten des Fraunhofer IMW und zu den einzelnen Stationen. Ein Karrierestand bot Informationen zur beruflichen Tätigkeit bei Fraunhofer und eine Bastelecke forderte die Gäste zum Beweis ihrer Fingerfertigkeit auf.

Ein besonderes Angebot zur Langen Nacht der Wissenschaft war das Kinderbetreuungsangebot im Mit-Kind-Büro des Instituts.