Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW
Das Fraunhofer IMW prägte in achtzehn Jahren die angewandte, sozio- und technoökonomische Forschung und Erfahrung in internationalen Projekten am Standort Leipzig. Das Institut und seine Köpfe besaßen ausgewiesene Kompetenzen in den Bereichen Internationalisierung, Innovations- und Technologiemanagement, Technologieökonomik, Strukturwandel, regionale Transformation, Daten- und Plattformökonomie, digitale Wertschöpfung, Strategieentwicklung und Wissensökonomie. Ursprünglich als Fraunhofer-Zentrum für Mittel und Osteuropa MOEZ im Jahr 2006 gegründet, kam die inhaltliche und strategische Neuausrichtung des sozio- und technoökonomischen Instituts der Fraunhofer-Gesellschaft seit 2016 im neuen Namen Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW zum Ausdruck. Das »Center for Economics and Management of Technologies CEM« ergänzte seit 2020 das Portfolio des Leipziger Fraunhofer IMW als dessen Außenstelle in Halle (Saale) um werkstoffwissenschaftliches und technoökonomisches Expert*innenwissen. Damit war das Fraunhofer IMW neben dem Standort im Freistaat Sachsen zusätzlich in Sachsen-Anhalt vertreten. Das Fraunhofer-Zentrum bestand aus vier Abteilungen, die sich aus den Forschungsschwerpunkten des Zentrums ergeben: »Unternehmensentwicklung im internationalen Wettbewerb«, »Wissens und Technologietransfer«, »Regionale Transformation und Innovationspolitik« und »Technologieökonomik und -management«. Das Institut wurde seit Februar 2008 bis zur Teilbetriebsschließung und Verlust der Eigenständigkeit in 2025 von Prof. Dr. Thorsten Posselt geleitet. Herr Dr. Steffen Preissler übernahm ab Juli 2020 bis Dezember 2024 die stellvertretende Institutsleitung. Zur vollständigen Überführung des Instituts in das Finanzmodell der Fraunhofer-Gesellschaft und zur nachhaltigen Steigerung der Wirtschaftserträge berief der Vorstand Herrn Priv.-Doz. Dr. Christian Growitsch 2021 als kommissarischen Institutsleiter an das Fraunhofer IMW. Bis Ende 2024 verantwortete er den Aufbau und die strategische Entwicklung des Geschäftsbereichs »Technologieökonomik und -management«, der im Zuge der Teilschließung des Fraunhofer IMW im Januar 2025 an das Fraunhofer IKTS überführt wurde.
Das Institut beschäftigte knapp 130 Mitarbeitende (Stand 2022), die von etwa 100 wissenschaftlichen Hilfskräften unterstützt wurden. Zum 31. März 2025 wurde es als eigenständiges Institut der Fraunhofer-Gesellschaft geschlossen.
Seit Januar 2025 werden die Abteilungen »Regionale Transformation und Innovationspolitik« sowie »Wissens- und Technologietransfer« als Außenstelle des Karlsruher Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI am Standort Leipzig weiter geführt (zur Pressemitteilung). Die Abteilung »Technologieökonomik und -management« mit dem »Center for Economics and Management of Technologies CEM« am Standort in Halle (Saale) wechselte zum 1.1.2025 an das Dresdner Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS (zur Pressemitteilung). Die Leiterinnen der Forschungsgruppe »Digital Health« der Abteilung »Unternehmensentwicklung im internationalen Wettbewerb« wechselten zudem an das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf.
Herr Dr. Christian Growitsch hat sich entschieden, die Fraunhofer Gesellschaft zum 31.12.2024 zu verlassen. Wir danken Herrn Dr. Growitsch für seinen Einsatz und seine Leistungen in den vergangenen Jahren und bedauern sein Ausscheiden sehr. Für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg wünschen wir Herrn Dr. Growitsch alles Gute.