Publikationen

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zu den verschiedenen Publikationen des Fraunhofer-Zentrum, Leipzig.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstellen im Rahmen von Projekten Studien zu diversen Themen. Zudem veröffentlichen sie wissenschaftliche Beiträge, etwa Ergebnisse ihrer Vorlaufforschung, als Working Paper.

Eine besondere Reihe des Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie bilden die Länderschlaglichter, die aus einer Veröffentlichung für die Zeitschrift „Innovationsmanager“ hervorgegangen sind.

Das Institut veröffentlicht jährlich einen Jahresbericht mit einem Überblick zu Projekten, Zahlen und Fakten des vorangegangenen Kalenderjahres. Außerdem werden Veranstaltungen und Tagungen des Leipziger Fraunhofer-Zentrums in Konferenzberichten festgehalten.

Vortrag und Fachartikel zur Simulation unternehmerischer Entscheidungen für Start-ups auf der EURAM

Welche Wachstumsstrategie sollten wir verfolgen? Welches Wachstum können wir damit erreichen? Wie riskant ist die gewählte Wachstumsstrategie? Das sind Fragen, die für Start-ups von existenzieller Bedeutung sind. Forscher der Gruppe Geschäftsmodelle: Engineering und Innovation am Fraunhofer IMW haben untersucht, welche Wachstumsstrategien sich für welche Geschäftsmodelle eignen. Ihre Erkenntnisse präsentierten Dr. Nizar Abdelkafi und Karl Täuscher auf der Konferenz der European Academy of Management – EURAM im Juni in Paris. Die Leipziger Wissenschaftler stellten ein Simulationstool vor, mit dem Start-ups mehrere Wachstumsstrategien für unterschiedliche Marktszenarien simulieren können. Die Analysen beruhen auf der Lean-Startup-Methode. Die Ergebnisse veröffentlichten die Experten in dem Artikel "Modelling the Lean Startup: A Simulation Tool for Entrepreuneurial Growth Decisions", der im Konferenzband erscheint. Die EURAM zählt zu den wichtigsten europäischen Konferenzen im Bereich Management und bringt jedes Jahr mehrere Hundert Management-Forscher zusammen. In einem Peer-Review-Verfahren ausgewählte Paper werden dabei der internationalen Forschungsgemeinschaft vorgestellt.

Das wirtschaftliche Potenzial von Forschungsarbeit erfolgreich nutzen - Studie mit Handlungsempfehlungen für Förderpolitik veröffentlicht

Die Förderpolitik kann Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei unterstützen, das wirtschaftliche Potenzial ihrer Forschungsarbeit frühzeitig zu erkennen und erfolgreich zu nutzen. Bisher fehlte eine Bestandsaufnahme der umfangreichen Programmlandschaft Deutschlands. Motivation genug, um die Studie „Wege zur Stärkung der wirtschaftlichen Verwertung aus der Wissenschaft. Lehren aus der förderpolitischen Praxis“ aufzusetzen. Experten des Leipziger Fraunhofer-Zentrums analysieren darin alle länderübergreifenden Maßnahmen der Einzelprojektförderung der letzten zehn Jahren: bundesweite öffentliche Förderprogramme, institutionengebundene Initiativen der großen außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie das bis dato nicht extern evaluierte Programm ForMaT (Forschung für den Markt im Team). Sie identifizieren zwei Lücken in der aktuellen Förderlandschaft: die Förderung der frühen Findungsphase, in der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erste Verwertungsideen generieren und ein passendes Team für deren Umsetzung zusammenstellen. Außerdem fehle ein Angebot zur Validierung von Verwertungsprojekten über Exzellenzprogramme hinaus. In einem zweiten Schritt stellen die Leipziger Forscher Schlüsselfaktoren für den wirtschaftlichen Erfolg von Forschungsarbeit heraus. Neben dem Einfluss von Kooperationspartnern, professioneller Wissenschaftskommunikation und Finanzierungsinstrumenten, stehen Transferintermediäre und die Persönlichkeit zentraler Teammitglieder im Mittelpunkt der Analyse. Die Fraunhofer-Experten werteten für die Studie die einschlägige Forschungsliteratur zum Wissens- und Technologietransfer, vorhandene Programmevaluationen, -richtlinien und Projektberichte aus und ergänzten diese um eigene Erhebungen. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Studie leitet Handlungsempfehlungen und Gestaltungsoptionen für die Förderpolitik und Innovatoren aus der Wissenschaft ab. Der Abschlussbericht erschien parallel zur Leipziger Buchmesse beim Fraunhofer Verlag und als E-Book bei Fraunhofer-Publica.

Leipziger Fraunhofer-Zentrum veröffentlicht Broschüre mit Forschungsergebnissen zu Auswirkungen des Klimawandels auf historische Gebäuden

Das Fraunhofer IMW macht mit der Broschüre "Climate for culture – built heritage in times of climate change" auf die Foschungsergebnisse des EU-Projektes Climate for Culture aufmerksam. Climate for Culture ist ein Leitprojekt des Fraunhofer-Zentrum, Leipzig. In den vergangenen fünf Jahren untersuchte ein internationales Konsortium mit 27 Partnern aus 14 Ländern die Folgen des Klimawandels auf die Innenräume und Kunstsammlungen historischer Gebäude.

Professor Posselt, Institutsleiter des Fraunhofer-Zentrum, Leipzig: „Wir forschen seit geraumer Zeit an Fragen zum Klimawandel. Historische Gebäude und ihre Kulturschätze vor den negativen Auswirkungen des Klimawandels zu bewahren, ist eine globale Aufgabe. Deshalb ist es umso wichtiger, die Forschungsergebnisse dieses herausragenden, europäischen Projekts öffentlich zugänglich zu machen.“

Die Broschüre stellt die Ergebnisse des Forschungsprojekts, Best Practice-Beispiele, und innovative Tools, unter anderem mögliche Anpassungsstrategien für historische Gebäude wie das Schloss Neuschwanstein oder die Basilika von Santa Maria Maggiore in Rom, ein Handbuch zur energieeffizienten Klimatisierung oder eine Software zur Digitalisierung von analogen Daten anschaulich vor. Die Broschüre steht auf der Website des Fraunhofer-Zentrum, Leipzig und der Projektwebsite www.climateforculture.eu zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Das EU-Projekt Climate for Culture wurde vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP und dem Fraunhofer-Zentrum, Leipzig gemeinsam koordiniert.

Metaprojekt Berufsbildungsexport auf der Zielgeraden: Praxisorientierte Handlungsleitfäden zum Berufsbildungsexport für Unternehmen entwickelt

© Foto Fraunhofer IMW

Handlungsleitfäden für Berufsbildungsexporteure

Von November 2012 bis Oktober 2014 begleiteten das Fraunhofer-Zentrum, Leipzig und Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen die Hauptphase des Metaprojekts zum Förderschwerpunkt „Berufsbildungsexport durch deutsche Bildungsdienstleister“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Zentrales Ziel war es, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zum Export beruflicher Bildungsdienstleistungen zu generieren. Diese waren praxisorientiert aufzubereiten und an exportorientierte Berufsbildungsdienstleister in Deutschland weiterzugeben.

Durch themenbezogene Fokusgruppentreffen, wissenschaftliche Symposien und drei Konferenzen konnten sich ausgewählte Berufsbildungsakteure vernetzen und ihre Erfahrungen austauschen. Aus den in der Projektlaufzeit gewonnenen Erkenntnissen und Interviews entwickelte das Fraunhofer-Zentrum, Leipzig praxisorientierte Handlungsleitfäden für die wichtigsten Schlüsselfelder im Berufsbildungsexport. Diese stehen untenstehend zum Download bereit.

Die Forschungsergebnisse werden außerdem in einem Abschlussbericht und mit Empfehlungen an das BMBF weitergegeben. Das Metaprojekt und die Handlungsleitfäden liefern bereits jetzt die Blaupause für weiterführende Aktivitäten zu diesem wichtigen Querschnittsthema.

Fraunhofer-Zentrum, Leipzig veröffentlicht Studie zur Auswirkung von Strukturfaktoren auf die europäische Forst- und Holzwirtschaft

Das Fraunhofer-Zentrum, Leipzig hat gemeinsam mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg eine Studie zum Thema „Impact of selected structural factors on the forest-based sector in the European Union“ (Deutsch: Auswirkung der Entwicklung ausgewählter Strukturfaktoren auf die Forst- und Holzwirtschaft in Europa) erstellt. Die Studie wurde im Rahmen des europäischen Kooperationsprojekts INTEGRAL verfasst, um die komplexen Auswirkungen ökonomischer, technologischer, demographischer und politischer Änderungen während der letzten Jahrzehnte in Europa auf die europäische Waldwirtschaft zu untersuchen. Die Ergebnisse der Studie unterstützen unter anderem die Erstellung von Zukunftsszenarien für die Entwicklung der Waldwirtschaft in zwanzig bewaldeten Landschaften Europas.