Jahresbericht 2015/16

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Studien

Evaluation der Fördermaßnahme

Forschung für den Markt im Team (ForMaT)

Das Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW untersuchte in einer umfassenden Studie die förderpolitischen Erfahrungen mit der Unterstützung von Verwertungsprojekten aus der öffentlichen Forschung. Das bis dato nicht evaluierte Programm ForMaT ("Forschung für den Markt im Team") wurde einer intensiven Prüfung unterzogen und in der förderpolitischen Landschaft eingeordnet. Folgende Schwerpunktfragen galt es dabei zu beantworten: Welche Relevanz hat der von ForMaT abgedeckte Förderbereich? Wie hoch waren die Resonanz und Reichweite, die Effektivität und Effizienz des Programmes? Was waren ihre innovativen Programmelemente und haben sie sich bewährt? Fazit: Der Förderbedarf für Verwertungsförderung aus der Wissenschaft besteht weiterhin. Es sind nach Auslaufen des Programmes Förderlücken insbesondere bei der Förderung der frühen Ideenfindung sowie bei der Validierung von Projektideen (über Exzellenzprogramme hinaus) erkennbar. Die Zielgruppenerreichung ist im Programmvergleich hoch. Das Programm ist als effizient einzustufen und verfolgte ein offenes und neuartiges Förderkonzept. Die neuartigen Programmelemente – beispielsweise die Einbindung einer wirtschaftsaffinen Vollzeitprojektunterstützung (junge Wirtschaftsabsolventen) – haben sich bewährt.

Eine Kurzstudie, die gewonnene Erkenntnisse fokussiert, ist seit kurzem auf der Webseite von Unternehmen Region, der Innovationsinitiative Neue Länder des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) verfügbar und hier nachzulesen. 

Das wirtschaftliche Potenzial von Forschungsarbeit erfolgreich nutzen - Studie mit Handlungsempfehlungen für Förderpolitik veröffentlicht

Die Förderpolitik kann Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei unterstützen, das wirtschaftliche Potenzial ihrer Forschungsarbeit frühzeitig zu erkennen und erfolgreich zu nutzen. Bisher fehlte eine Bestandsaufnahme der umfangreichen Programmlandschaft Deutschlands. Motivation genug, um die Studie „Wege zur Stärkung der wirtschaftlichen Verwertung aus der Wissenschaft. Lehren aus der förderpolitischen Praxis“ aufzusetzen. Experten des Leipziger Fraunhofer-Zentrums analysieren darin alle länderübergreifenden Maßnahmen der Einzelprojektförderung der letzten zehn Jahren: bundesweite öffentliche Förderprogramme, institutionengebundene Initiativen der großen außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie das bis dato nicht extern evaluierte Programm ForMaT (Forschung für den Markt im Team). Sie identifizieren zwei Lücken in der aktuellen Förderlandschaft: die Förderung der frühen Findungsphase, in der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erste Verwertungsideen generieren und ein passendes Team für deren Umsetzung zusammenstellen. Außerdem fehle ein Angebot zur Validierung von Verwertungsprojekten über Exzellenzprogramme hinaus. In einem zweiten Schritt stellen die Leipziger Forscher Schlüsselfaktoren für den wirtschaftlichen Erfolg von Forschungsarbeit heraus. Neben dem Einfluss von Kooperationspartnern, professioneller Wissenschaftskommunikation und Finanzierungsinstrumenten, stehen Transferintermediäre und die Persönlichkeit zentraler Teammitglieder im Mittelpunkt der Analyse. Die Fraunhofer-Experten werteten für die Studie die einschlägige Forschungsliteratur zum Wissens- und Technologietransfer, vorhandene Programmevaluationen, -richtlinien und Projektberichte aus und ergänzten diese um eigene Erhebungen. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Studie leitet Handlungsempfehlungen und Gestaltungsoptionen für die Förderpolitik und Innovatoren aus der Wissenschaft ab. Der Abschlussbericht erschien parallel zur Leipziger Buchmesse beim Fraunhofer Verlag und als E-Book bei Fraunhofer-Publica.

 

Dr. Dominik Hartmann

Diversification of Knowledge

Wissens- und Technologietransfer in der Region Leipzig

Im Auftrag der AG Regionalkonferenz untersuchte das Fraunhofer-Zentrum, Leipzig im Frühjahr 2013 die Situation des Wissens- und Technologietransfers in der Region Leipzig. Im Vordergrund stand dabei die Analyse bestehender Transferstrukturen in der Region, die Darstellung von Stärken und Schwächen sowie der entsprechenden Möglichkeiten und Herausforderungen. Das Gutachten weist darüber hinaus den Weg für ergänzende Analysen, wie Standortvergleiche und eine explizite Berücksichtigung der Leipziger Wissenschafts- und Wirtschaftsstrukturen.

Fraunhofer-Zentrum, Leipzig veröffentlicht Studie zur Auswirkung von Strukturfaktoren auf die europäische Forst- und Holzwirtschaft

Das Fraunhofer-Zentrum, Leipzig hat gemeinsam mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg eine Studie zum Thema „Impact of selected structural factors on the forest-based sector in the European Union“ (Deutsch: Auswirkung der Entwicklung ausgewählter Strukturfaktoren auf die Forst- und Holzwirtschaft in Europa) erstellt.

Die Studie wurde im Rahmen des europäischen Kooperationsprojekts INTEGRAL verfasst, um die komplexen Auswirkungen ökonomischer, technologischer, demographischer und politischer Änderungen während der letzten Jahrzehnte in Europa auf die europäische Waldwirtschaft zu untersuchen. Die Ergebnisse der Studie unterstützen unter anderem die Erstellung von Zukunftsszenarien für die Entwicklung der Waldwirtschaft in zwanzig bewaldeten Landschaften Europas. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass externe Strukturfaktoren, wie zum Beispiel technologische Innovationen, die Nutzungsformen der Ressource Wald in den letzten 60 Jahren in Europa stark beeinflusst haben. So führen beispielsweise neue Verfahren in der Papierherstellung, die verstärkt Laubhölzer als Rohmaterial nutzen, zur Verringerung der Nachfrage nach Nadelholz in den bis vor kurzem wichtigsten Lieferländern Europas, wie Schweden oder Finnland.

Das Fraunhofer-Zentrum, Leipzig leitet im EU-Projekt INTEGRAL das Arbeitspaket „Kommunikation und Verbreitung“ und ist zudem am Arbeitspaket „Politikfeldanalyse und Szenarienentwicklung eines integrierten Waldmanagements“ beteiligt. INTEGRAL wird durch das Siebte Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union finanziert und vereint 21 Partner aus 14 verschiedenen Ländern. Hauptziel des Projekts ist es, neue Herangehensweisen und Management-Ansätze zu entwickeln, um ein besseres Gleichgewicht zwischen den verschiedenen, teils widersprüchlichen Anforderungen an Waldprodukte und -dienstleistungen auf europäischer Ebene herzustellen.

AutorInnen der Studie: Annamaria Riemer, Helene-Olesja Betuch, Stefan Wappler, Inga Zhirkova und Jördis Winkler (Fraunhofer-Zentrum, Leipzig), Dr. Sabine Storch (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg).
Weitere Informationen rund um das Projekt: www.integral-project.eu

Treibende und hemmende Faktoren im Berufsbildungsexport aus Sicht deutscher Anbieter

Das Fraunhofer-Zentrum, Leipzig hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Forschungsprojekt „Metaprojekt in der Pilotphase zum Förderschwerpunkt ‚Berufsbildungsexport durch deutsche Anbieter‘: treibende und hemmende Faktoren“ durchgeführt.

Förderstrukturen und Förderansätze ausgewählter angelsächsischer Länder im Berufsbildungsexport

Die Studie entstand im Rahmen des Forschungsprojektes „Metaprojekt in der Pilotphase zum Förderschwerpunkt ‚Berufsbildungsexport durch deutsche Anbieter‘: treibende und hemmende Faktoren“ des Fraunhofer-Zentrum, Leipzig mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Studie des Fraunhofer-Zentrum, Leipzig zur Beteiligung der mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten am 7. FRP

Das Fraunhofer-Zentrum, Leipzig hat eine Studie zur Beteiligung mittel- und osteuropäischer EU-Staaten am 7. Forschungsrahmenprogramm (FRP) der Europäischen Union veröffentlicht. Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse zu Gründen der unterschiedlichen Beteiligungshöhe der einzelnen Staaten und gibt Empfehlungen für eine verstärkte Partizipation am FRP. Auftraggeber war das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Studie des Fraunhofer-Zentrum, Leipzig zum Thema "Weite Innovationsverbünde"

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung analysierte das Fraunhofer-Zentrum, Leipzig Determinanten, Erfolgsfaktoren und innovationspolitische Ansatzpunkte für überregionale und interdisziplinäre Innovationsverbünde in den Neuen Ländern. Ziel war es, neue Handlungsoptionen zur Stärkung der ostdeutschen Innovationskraft darzulegen.

Studie des Fraunhofer-Zentrum, Leipzig "Creating an organised IP rights market in Europe"

Durch den Handel mit Rechten an geistigem Eigentum (Intellectual property rights, IP) gewinnt das Konzept eines organisierten Marktes für IP-Rechte stetig an Bedeutung. Nicht zuletzt aus geostrategischer Sicht muss sich Europa der Rolle bewusst werden, die es in diesem globalen Phänomen künftig einnehmen möchte.

Studie zum EU-Projekt "Creating a financial market for Intellectual Property Rights (IPR) in Europe"

Das EU-Projekt „Creating a financial market for Intellectual Property Rights (IPR) in Europe“ untersuchte die Chancen und Risiken bei der Entwicklung eines Finanzmarktes für geistiges Eigentum, insbesondere Patente, auf europäischer Ebene. In einer großen Studie wurden nun die zentralen Forschungsergebnisse veröffentlicht.