Start des Vorhabens YoU2 »Nachhaltige urbane Transformation in historischen Quartieren in Chiang Mai, Thailand«

Mit einem Kick-Off-Treffen in Chiang Mai startete in der Woche vom 22. bis 26.7.2019 das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF geförderte Vorhaben »Nachhaltige urbane Transformation in historischen Quartieren in Chiang Mai, Thailand«. Die beiden Fraunhofer-Institute, Fraunhofer IEE und Fraunhofer IMW werden in den kommenden 18 Monaten gemeinsam mit der School of Public Policy SPP der Universität Chiang Mai eine Strategie erarbeiten, die eine Stadtentwicklung in historischen Quartieren bei nachhaltigem Wachstum, Modernisierung und Nutzungssicherung durch integrierte Energiesysteme und Sanierung ermöglicht. Dabei misst YoU2 der systematischen Identifikation, Anpassung, Übertragung und Einbettung von Wissen aus regionalen und internationalen Kontexten ein besonderes Gewicht bei, welches sich in den inhaltlichen Arbeitspaketen widerspiegelt und sich als roter Faden durch das Vorhaben zieht.

Chiang Mai ist die größte Stadt in Nordthailand und ein beliebtes Reiseziel für rund 7 Millionen Touristen pro Jahr. Die Anzahl der Besucher, vor allem aus China, nimmt stetig zu und hat sich zwischen den Jahren 2007 und 2017 verdreifacht. Der steigenden Nachfrage folgend wird die touristische Infrastruktur kontinuierlich ausgeweitet und setzt vor allem Stadtquartiere mit großem Bestand an baulichem Kulturerbe unter Druck. Die damit einhergehende hohe urbane Entwicklungsdynamik verändert die baulichen ebenso wie die traditionellen sozioökonomischen Strukturen in diesen Quartieren. Gleichzeitig besteht in weiten Teilen der lokalen Bevölkerung und der städtischen Administration eine Verunsicherung im Umgang mit den Auswirkungen dieser Entwicklungsdynamiken auf das materielle und immaterielle Kulturerbe in den betroffenen Quartieren.

Gemeinsames Ziel der Partner ist eine langfristige Zusammenarbeit im Rahmen von Pilot- und Demonstrationsprojekten in der nachfolgenden Forschungs- und Entwicklungsphase ab 2021. Im Vorhaben ist es möglich, die in der Definitionsphase entwickelte Strategie anzuwenden und weiterzuentwickeln. Sie optimiert Lösungen, um diese passfähig zu gestalten. Das erhöht das Eintreten des langfristig erfolgreichen Erschließens des Marktsegments »südostasiatischer Sekundärstädte«.

Zur Gruppe Innovationsakzeptanz

Zur Projektseite