Gruppe Qualifizierungs- und Kompetenzmanagement

Digitale Fachtagungsreihe als Ringvorlesung zum Abschluss des Verbundprojekts »SING – Schule inklusiv gestalten«

News | Leipzig / 03. Dezember 2020

Das Verbundprojekt »SING – Schule inklusiv gestalten. Entwicklung fachdidaktischer Konzepte und organisatorischer Strukturen einer inklusiven Schule« läuft dem Förderende entgegen. Seit 2018 wurde es über drei Jahre im Rahmenprogramm Empirische Bildungsforschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. In dieser Zeit realisierte das Team der Forschungsgruppe Qualifizierungs- und Kompetenzmanagement des Fraunhofer IMW im Teilprojekt C »Organisationsentwicklung einer inklusiven Schule« umfassende Erhebungen und Auswertungen zu inklusiver Schulentwicklung an insgesamt fünf Pilotschulen, führte schulinterne Workshops durch und erstellte Praxisleitfäden. Die Ergebnisse und Erfahrungen der erkenntnisreichen Zeit wurden auf der fachübergreifenden, interdisziplinären Abschlussveranstaltung des Projekts präsentiert.

Das Organisationsteam der Technischen Universität Dresden lud als Verbundprojektkoordinator zwischen dem 29. Oktober und 3. Dezember 2020 zu einer digitalen Fachtagungsreihe mit wöchentlich wechselnden Veranstaltungen in Form einer Ringvorlesung ein, um wissenschaftliche Perspektiven auf schulische Inklusion zu werfen. Ziel war es, mit den teilnehmenden Fach- und Praxisexpertinnen und -experten zu unterschiedlichen Perspektiven auf schulische Inklusion ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen auszutauschen.

Unter der Leitung von Anzhela Preissler, Leiterin der Gruppe Qualifizierungs- und Kompetenzmanagement, gestalteten die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Fanny Hösel und Desireé Jörke gemeinsam mit der wissenschaftlichen Hilfskraft Lucia-Sophie Hansel am 19. November 2020 den Abschlussworkshop des Teilprojekts, zu dem sich rund 30 Teilnehmende einfanden. Der Fokus der Veranstaltung lag darauf, Inklusion vordergründig als Aufgabe der Organisationsentwicklung zu verstehen und gemeinsam strategisch Potenziale zu nutzen. Hierzu wurden das durch die Projektgruppe entwickelte »Gestaltungsmodell für inklusive Schulentwicklung« vorgestellt und dessen anwendungspraktischer Nutzen als Orientierungsgrundlage für inklusive, organisationale Veränderungsprozesse der Schulen skizziert.

Zudem konnte Herr Prof. Martin Heinrich als führender Experte für Schulentwicklung als Diskussionsteilnehmer gewonnen werden. Er kommentierte das Modell und den theoretischen Hintergrund um interessante Exkurse zu Governance analysierenden Perspektiven auf Schulentwicklung und erweiterte die bildungspolitischen Rahmenbedingungen.

Insgesamt hat sich das für den Projektabschluss gewählte Format einer digitalen Ringvorlesung anstelle einer zweitätigen Präsenzveranstaltung bewährt. Dafür sprachen die Teilnehmendenzahlen von je 30 bis 50 Personen. Die Beteiligten bewerteten zudem positiv, dass einzelne Tage unter jeweils spezifischen Inhalten standen und es kaum zeitliche Überschneidungen zwischen den Veranstaltungen gab, die so ohne Entscheidungsnotwendigkeit interessengeleitet wahrgenommen werden konnten. Vor diesem Hintergrund erscheinen Überlegungen zur Bereicherung künftiger Präsenzveranstaltungen um digitale Formate – über die aktuelle Situation der Covid-19-Pandemie hinaus – lohnenswert.