Wie wollen wir morgen leben? Zukunftsworkshop in Dresden

Wie wollen wir morgen leben? Aus Ideen Innovationen für die Zukunft entwickeln

Forscherinnen des Fraunhofer IMW luden im Zuge des Projekts »Impulse für die Ideen- und Findungsphase zur Innovationsförderung in den Lebenswissenschaften« (IFI Leben) zu partizipativer Zukunftswerkstatt ins Deutsche Hygiene-Museum in Dresden ein.

Insektenburger, Algen-Smoothie und Kleidung aus Holz? Am 30. und 31. Januar 2019 luden die Wissenschaftlerinnen Dr. Luise Fischer und Anna Pohle, beide Mitarbeiterinnen der Gruppe Innovationspolitik und Transferdesign des Fraunhofer IMW, Museumsbesucherinnen und -besucher, Schülerinnen und Schüler zum Blick in die Zukunft ein.

Die im Deutschen Hygiene-Museum Dresden gezeigte Ausstellung informierte zunächst über Zukunftstrends in der Gesundheit, der Ernährung und im nachhaltigen Konsum. An drei interaktiven Stationen konnten die Besucherinnen und Besucher im Anschluss ihre Ideen zu drängenden Fragen einbringen, wie: Wie wird in Zukunft die Ernährung aller gesichert? Wie wird die Digitalisierung unsere Gesundheit verändern? Werden wir irgendwann unsterblich?

Im »Maker Space«, der Mitmach-Werkstatt der Ausstellung, konnten Prototypen für die »Produkte der Zukunft« als Antworten auf diese Fragen entwickelt werden. Vom Rubish Whale, der das Meer von Mikroplastik befreit, bis hin zur Kleidung, die selbständig Photosynthese betreibt, erarbeiteten die Bürgerwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler konzeptionelle Ideen. An weiteren Stationen, wie der »Zukunftswand«, ordneten die Besucherinnen und Besucher ein, für wie wahrscheinlich sie bestimmte Erfindungen halten. Dass bis Ende dieses Jahrhunderts Organe im Reagenzglas gezüchtet werden können und es elektrische Flugzeuge geben wird, hielten sie schon bis Ende des Jahrhunderts für wahrscheinlich.

»Die Zukunft passiert nicht einfach, wir gestalten sie durch unsere Wünsche, Bedürfnisse und die Entscheidungen, die wir treffen, mit.«, resümieren Projektleiterin Dr. Luise Fischer und Anna Pohle die erfolgreiche Veranstaltung. Die in der Zukunftswerkstatt entstandenen Prototypen werden bei Folgeworkshops mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen als Ausgangspunkte für die gemeinsame Produktentwicklung genutzt. Zu diesem Zweck stellen die Wissenschaftlerinnen ausgewählte Ideen bei den Deutschen Biotechnologietagen am 9. und 10. April 2019 in Würzburg vor.

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung organisierte das Team die Zukunftswerkstatt als eine von drei Pilotworkshops im Projekt »Impulse für die Ideen- und Findungsphase zur Innovationsförderung in den Lebenswissenschaften« (IFI Leben). Im Forschungsvorhaben untersuchen die Leipziger Wissenschaftlerinnen, wie innovationspolitische Maßnahmen die erste, kreative Phase des Innovationsprozesses so unterstützen können, dass aus Forschungsergebnissen in den Lebenswissenschaften Produkte und Dienstleistungen in der Industrie entstehen. Aus Ideen Innovationen für die Zukunft entwickeln – das ist nicht zuletzt auch das Credo der Fraunhofer-Gesellschaft, die 2019 ihr 70-jähriges Bestehen feiert.

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