Gruppe Professionalisierung von Wissenstransferprozessen

Kick-Off von »REGINA«: Start des Forschungsprojekts zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten in der ökologischen Landwirtschaft

News | Leipzig /

Mit einer digitalen Kick-Off-Veranstaltung ist das Forschungsprojekt »REGINA« im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Projektpartner gestartet. Ziel des Vorhabens ist die Evaluation der Erfolgsaussichten bei der Umsetzung eines Online-Marktplatzes für regionale Lebensmittel in Sachsen.

Digitale Vermarktungswege könnten für den (Direkt-)Vertrieb ökologisch und regional produzierter Lebensmittel zukünftig eine zentrale Rolle einnehmen. Trotz zunehmender Relevanz von Regionalität und Nachhaltigkeit für die Kaufentscheidungen sächsischer Verbraucherinnen und Verbraucher befindet man sich hier jedoch noch in einem frühen Stadium.

Vor diesem Hintergrund ist das wissenschaftliche Projekt »REGINA« am 19. Februar mit einer gemeinsamen Kick-Off-Veranstaltung aller Projektpartner gestartet. Bei der digitalen Auftaktrunde waren, neben den Projektverantwortlichen am Fraunhofer IMW, Vertreterinnen und Vertreter des Landesamts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) wie auch des Biohofs Barthel anwesend. Der Biohof Barthel fungiert im Projekt als Modellbetrieb für die Entwicklung und Anwendung eines entlang der Wertschöpfungskette integrierten technologischen Systems für den Lebensmittel-Onlinehandel. Weitere landwirtschaftliche Betriebe werden im Rahmen des Projekts assoziiert.

Auf Basis der im Projekt gesammelten Erkenntnisse sollen konkrete Handlungsempfehlungen  für die Errichtung eines Online-Marktplatzes für regionale Lebensmittel in Sachsen mit Fokus auf biologisch erzeugten Produkten gezogen werden. Die Gruppe Professionalisierung von Wissenstransferprozessen koordiniert am Fraunhofer IMW das Projekt und zeichnet für die Analyse des aktuellen Innovationsökosystems des Modellbetriebs verantwortlich. Sie sorgen zudem für die Beschreibung von zukünftigen Rahmenbedingungen, die zur erfolgreichen Etablierung digitaler Vermarktungswege geschaffen werden müssten. In Kooperation mit der Gruppe Geschäftsmodelle: Engineering und Innovation werden überbetriebliche Geschäftsprozesse und Datenflüsse innerhalb der Wertschöpfungskette mithilfe von Methoden des Geschäftsprozessmanagements analysiert und optimiert. Dies impliziert eine Bewertung der Wirtschaftlichkeit sowie die Ableitung von übertragbaren und praxisnahen Handlungsempfehlungen.

»Regionale Wertschöpfungsketten zu stärken ist nicht nur zur Verbesserung der Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Produkte unerlässlich. Auch für das Vertrauen von Konsumentinnen und Konsumenten spielt der Faktor Regionalität eine wichtige Rolle. Digitale Vermarktungswege müssen hier als Teil einer ganzheitlichen Lösung gedacht werden, die auch für die Produzenten hochwertiger Lebensmittel neue Chancen eröffnen würde.«

Dr. Juliane Welz, stellv. Leiterin der Gruppe Professionalisierung von Wissenstransferprozessen

Durch den am Fraunhofer IMW durchgeführten Teilbereich von »REGINA« wird der Bereich der ökologischen Landwirtschaft adressiert. Ein weiteres Teilprojekt von »REGINA« für den Bereich der konventionellen Landwirtschaft hat zeitgleich begonnen. Hierfür kooperiert das LfULG mit der Leipziger CONOSCOPE GmbH. Die vorgesehene Laufzeit von »REGINA« geht von Januar 2021 bis Februar 2023.

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