DaWID: Mehr Hoheit über meine Daten

Plattform zur Wertbestimmung und selbstbestimmten Freigabe

Motivation

Daten sind zu einem wesentlichen Gut einer jeden Plattform geworden und erlauben dadurch das Denken völlig neuer Geschäftsmodelle. Mithilfe von Daten kann ein digitales Abbild (Digital Twin) von Personen und ihrem Umfeld geschaffen werden. Allerdings besteht dabei für Nutzer die Gefahr, die Souveränität über die eigenen Daten zu verlieren.

 

Ziele und Vorgehen

Das Projekt DaWID möchte durch eine Kommunikations- und Serviceplattform nachvollziehbar und steuerbar machen, wie Daten in digitalen Dienstleistungen von Unternehmen genutzt werden. Außerdem sollen Personen ein Gefühl für den Wert ihrer Daten erhalten, indem einer jeweiligen Datenfreigabe ein Geldbetrag zugewiesen wird. Auf diese transparente Weise sollen neue datenzentrierte Wertschöpfungsketten etabliert und Kooperations- und Geschäftsmodelle ermöglicht werden. Die Grundlage für die Erprobung dieser neuen Ansätze ist der 2014 initiierte International Data Space (IDS), der bereits über 100 Unternehmen einen sicheren Raum zum Austausch von Daten bietet. Zu den Forschungsfragen im Projekt gehören zudem ethische Aspekte in Bezug auf Daten bei der Umsetzung von Konzepten.  

 

Innovationen und Perspektiven

DaWID soll sich zu einer vermittelnden Meta-Plattform zwischen Dienstleistern entwickeln. Der Einbezug des IDS mit seinen mittlerweile über 100 Unternehmen ermöglicht eine starke Partizipation der Industrie und soll insbesondere KMU dabei helfen neue Geschäftsmodelle zu etablieren.

 

Aufgaben im Projekt

Das Fraunhofer IMW widmet sich den betriebswirtschaftlich-ökonomischen Forschungsfragen. Hierzu werden mögliche Preisbildungs- und Geschäftsmodelle für digitale, datengetriebene Dienstleistungen erforscht. Neben der gesamtökonomischen Betrachtung werden aber auch Fragestellung hinsichtlich ethischer Grenzen der Datennutzung gemeinsam mit den Projektpartnern bearbeitet.

 

Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung

 

Projektpartner

Fraunhofer ISST, Institute for Digital Transformation in Healthcare (idigiT), Karlsruher Institut für Technologie (KIT), T-Systems International GmbH Berlin

 

Laufzeit

1.2.2020-31.1.2023

 

Das Projekt im Netz

https://dawid-projekt.de/

Positionspapier »Data Sovereignty and Data Economy - Two Repulsive Forces?« veröffentlicht

Wie spielen Datensouveränität und Datenökomomie zusammen? Dieser Frage geht das Positionspapier des Fraunhofer IMW und Fraunhofer ISST nach.

© Fraunhofer ISST

Während wenige Unternehmen immer mehr Wert aus Daten generieren, haben andere gar keinen Zugang dazu. Bürger*innen sind häufig Quelle der Daten, können deren Verwertung aber kaum steuern. Im Positionspapier »Data Sovereignty and Data Economy - Two Repulsive Forces?«, das Forschende des Fraunhofer IMW gemeinsam mit Kolleg*innen aus dem Karlsruhe Institute of Technology (KIT), der Universität Witten/Herdecke, T-Systems International und dem Fraunhofer ISST erarbeitet haben, werden zehn Spannungsfelder zwischen Datenökonomie und Datensouveränität als Wegweiser für ein nachhaltiges Datenökosystem aufgezeigt.

Interview mit Florian Lauf: »Das Bewusstsein für den Wert von Daten schärfen«

Florian Lauf, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fraunhofer ISST und Konsortialführer des Projekts DaWID, erklärt in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geführten Interview, woran genau DaWID arbeitet und warum die Datensouveränität der Bürgerinnen und Bürger und das Datensammeln von Unternehmen nicht immer einen Widerspruch darstellen müssen.

zum Interview

Projektblatt und Positionspapier

Projektblatt DaWID

 

8.6.2021

Positionspapier